Lösegeld-Angriffe im Bildungssektor nehmen zu

In diesem Jahr sahen sich Bildungseinrichtungen auf der ganzen Welt einer Welle von Lösegeldangriffen ausgesetzt. Laut dem Bericht 2020 Data Breach Investigation Report von Verizon, dem US-Telekommunikationsriesen, sind Lösegeld-Angriffe inzwischen für etwa 80% aller Cyber-Angriffe verantwortlich.

Die von Verizon gesammelten Daten zeigen, dass 92% dieser Vorfälle durch finanzielle Gründe motiviert sind, während nur 3% auf die Spionage von Unternehmen im Bildungssektor abzielen.

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Signifikanter Anstieg der Lösegeldforderungen im Vergleich zu 2019

Die Zahl der Lösegeld-Attacken nimmt alarmierend zu: 2019 machten sie nur 48% aller Cyber-Angriffe aus. Auch die Art und Weise, in der Lösegeldforderungen angegriffen werden, ändert sich: Die meisten Lösegeldforderungen werden heute über gefälschte Websites verbreitet und nicht mehr wie früher per E-Mail.

In seinem Bericht weist Bitcoin Era darauf hin, dass Kriminelle oft keine erfahrenen Hacker sind: Heute kann sich jeder bösartige Software mieten, die von anderen hergestellt wurde.

Diese Situation wird noch dadurch verschärft, dass viele Unternehmen keinerlei Schutz vor Lösegeldforderungen haben. Casey Ellis, Gründer und CTO der Computersicherheitsfirma Bugcrowd, kommentierte dies:

„Da immer mehr Organisationen [aufgrund von COVID-19] auf Remote-Arbeit umstellen, können wir gezieltere Lösegeld-Angriffe gegen Mitarbeiter erwarten, die aus der Ferne arbeiten.

Die Angreifer nutzen die Schwachstellen im äußeren Perimeter aus, wodurch sie effektivere und destruktivere Phishing-Angriffe durchführen können.